Meine Stadt Lahnstein
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Ich möchte hier besonders Herrn Willi Eisenbarth danken, dem ehemaligen Stadtarchivar von Lahnstein, der mir in einem persönlichen Gespräch und mit seinem „Stadtführer Lahnstein“ (Eisenbarth, Willi: Historische Stätten und Sehenswürdigkeiten in Lahnstein: ein Lahnsteiner Stadtführer / von Willi Eisenbarth. - Lahnstein : Stadtverwaltung, 1993. - 212 S. : Ill., Kt.) eine wertvolle Hilfe war. Mehr interessante Informationen über Willi Eisenbarth finden Sie HIER
Lahnstein am
Rhein... Lahnstein, die Stadt in der ich geboren wurde, meine ersten Schritte getan habe, in der ich heranwuchs vom Mädchen zur Frau und in die es mich nach Aufenthalten in Köln, Nürnberg, Nassau/Lahn, Istanbul und Mayen 2001 wieder verschlagen hat, so irgendwie ist es eben doch Heimat, mag der Rest der Welt auch noch so schön und faszinierend sein. Ich möchte Ihnen hier ein wenig diesen schönen Ort näher bringen, der einiges an kleinen und größeren Sehenswürdigkeiten in und um Lahnstein zu bieten hat. Lahnstein liegt genau an der Mündung der Lahn in den Rhein und trennt die Stadtteile Niederlahnstein (Die Stadt Niederlahnstein erhielt erstmals 1332 die Stadtrechte) und Oberlahnstein (1324 verleiht Kaiser Ludwig der Bayer Oberlahnstein die Stadtrechte). 1969 wurden Nieder- und Oberlahnstein zu Lahnstein zusammengelegt. Na ja das ist so ein Kapitel für sich. Seit ewig sind die Ober- und die Niederlahnsteiner „verfeindet“, und bis heute besteht dieser „Streit“ zwischen den Heinze (Oberlahnstein) und den Baare(schesser) (Niederlahnstein) und es können dafür 2 Gründe vorhanden gewesen sein, die sich bis heute auswirken. A) Oberlahnstein hat früher zum Kurfürstentum Mainz gehört und Niederlahnstein zum Kurfürstentum Trier. Es gab bis zum Jahre 1870, als die erste Brücke über die Lahn gebaut wurde, keine andere Verbindung zwischen den Städten als eine Fähre. Somit zählte die andere Stadt wohl in den Augen der Bürger zum „Ausland“. B) Die Bedeutung des Wortes „Heinze“ kommt daher, dass der Zuchtbulle der beiden Städte den Namen „Heinz“ trug und sein Zuhause in Oberlahnstein hatte. Wo heute das Altenheim an der alten Stadtmauer liegt war früher der Stall des Zuchtbullen und das gesamte heutige Hafengebiet war „seine“ Wiese. Man brachte die Kuh also nicht zum Bullen sondern zum „Heinz“ woraus sich dann der Name für die Oberlahnsteiner ergab, die Heinze eben. Mit der Bedeutung des Wortes „Baare(schesser)“ ist es schon ein wenig schwieriger bestellt, kein Wunder es bezieht sich ja auch auf Niederlahnstein, da es hier 2 Versionen gibt, die diese Betitulierung erklären können. 1. In Niederlahnstein gab es wenig Quellwasser und um das Wasser nicht zu verschmutzen machten die Niederlahnsteiner in die Baare (Nachttopf). Woraus sich dann Baareschesser (Scheisser) ergab. 2. Früher war die Lahn noch nicht so befestigt wie sie es heute ist und es bildete sich an der Lahnmündung oft eine Sandbank die man „Barre“ nannte, abgeleitet von dem französischen Wort „Barriere“, also so gesehen ein Verschluss der Lahnmündung über die man trockenen Fußes Oberlahnstein erreichen konnte Die Niederlahnsteiner selbst scheinen die erste Version zu bevorzugen und haben diese Erklärung auch auf den Sockel der Figur des „Baareschessers“ geschrieben die in Niederlahnstein am Lahnufer zu bewundern ist.
Ich stelle Ihnen
nun hier und auf den folgenden Seiten einige der Sehenswürdigkeiten
von Lahnstein vor. Vielleicht ist es ja eine kleine Anregung für
einen Wochenendtripp da Lahnstein und Umgebung doch eine Menge zu
bieten hat.
Auch ein Wald mit
ca.400 km Wanderwegen gehört zur Stadt Lahnstein. In diesem Wald
befinden sich etwa 100 keltische Hügelgräber der Hallstattzeit (1200
– 400 vor Christi ). Sie haben meist einen Durchmesser von 10-15 m
und eine Höhe von 1.20 m und sind bei aufmerksamer Beobachtung im
Gelände zu finden. Die Hügelgräber wurden von Prof. Dr. R. Bodewig
erforscht und untersucht. Die Fundstücke sind im Heimatmuseum im
Hexenturm zu besichtigen. Vielleicht sollte man auch an einem warmen Tag den Besuch der „Ruppertsklamm“ ins Auge fassen. Sie liegt in einer wildromantischen Felsenschlucht in einem kleinen Seitental der Lahn und ist ca. 2 km lang. In jedem Jahr hat diese Klamm Tausende von Besuchern zu verbuchen. Seinen Gästen hat Lahnstein freundliche und gut ausgestattete Familienhotels und Pensionen zu bieten, ein Komforthotel auf dem Kurzentrum auf dem Berg und viele kleine Ferienwohnungen und Appartements. Eine reichhaltige Auswahl der Unterkünfte finden Sie unter dem Link : http://www.marktplatz-rhein-lahn.de/rheinlahn/tourist2.htm Wer gerne campen geht findet in Lahnstein vier herrlich gelegene Campingplätze an der Lahn oder direkt neben dem Freibad an der Burg Lahneck.
Für das leiblich
Wohl sorgen zahlreiche Speiselokale, von der einfachen Gaststätte
mit rustikaler Küche bis zum Gourmetrestaurant mit Stern.
Wer sich für
Geschichte interessiert, wird in Lahnstein voll auf seine Kosten
kommen. An der Lahnmündung hatten bereits die Römer am Anfang des
vorigen Jahrtausends eine Befestigung errichtet, die mit dem Limes
verbunden war. Dieser ´Burgus´ gab übrigens der Stadt Lahnstein
ihren Namen.
Lahnstein bietet
182 Sehenswürdigkeiten und historische Stätten. Auf den folgenden Seiten möchte ich Ihnen einige dieser Stätten ein wenig vorstellen und vielleicht zu einem Besuch animieren.
Wollen Sie wissen wie man in Lahnstein spricht, dann klicken Sie
HIER Website der Stadt Lahnstein
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